Grünflächenpflege: Verkehrssicherheit hat Vorrang

Die extremen Hitzetage in diesem Sommer sorgen auch bei den Stadtwerken für eine veränderte Vorgehensweise bei der Pflege öffentlicher Grünflächen.

Leer - Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel halten die Kolleginnen und Kollegen des Baubetriebshofes der Stadtwerke Leer derzeit mächtig auf Trab. In der Grünflächenpflege geht es nach wie vor darum, mehrere große Sturmschäden in den städtischen Parks abzuarbeiten. Der Klimawandel mit seinen extremen Hitzetagen war zuletzt auch der Grund dafür, die Vorgehensweise bei verschiedenen Tätigkeitenan das wechselhafte Wetter und speziell an die langen Trockenperioden anzupassen. Beispielsweise sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Mähen öffentlicher Flächen im Stadtgebiet unter anderem gezielt dazu übergegangen, die Schnitthöhen zu verändern. Weil längeres Gras eine direkte Sonneneinstrahlung auf die ohnehin schon trockenen Böden verhindert und so das zusätzliche Erhitzen und weitere Austrocknen vermieden werden kann, werden die Flächen derzeit weniger kurz geschnitten. Mit dieser Erklärung reagieren die Stadtwerke auch auf vermehrte Nachfragen von Bürgern, warum in einigen Bereichen vermeintlich kaum gemäht werde. 

Dass 2026 bislang trotz der Trockenperioden ein sehr wachstumsreiches Jahr ist, zeigt sich auch bei der Entwicklung der Hecken. Die BBH-Kollegen hatten das Ende der Brut- und Setzzeit abwarten müssen, um damit beginnen zu können, die Anlagen im gesamten öffentlichen Raum zurückzuschneiden. Das passiert seitdem und nach wie vor durchgehend und unter Hochdruck. Priorität hat dabei die Maßgabe, zunächst dort tätig zu werden, wo die Gefahr von Sichtbehinderungen im Straßenverkehr lauert. Ebenso wichtig ist es, den Rückschnitt so umzusetzen, dass Geh- und Radwege ungehindert zu passieren sind. 

Sobald diese Arbeiten an den Hecken erledigt sind, wird sich das SWL-Team verstärkt um den Wildwuchs auf öffentlichen Flächen kümmern und Unkraut beseitigen. Auch zu diesem Thema hatte es zuletzt entsprechende Nachfragen gegeben. „Wir können leider nicht überall gleichzeitig sein“, sagt BBH-Leiter Jens Denekas. Zunächst gehe es darum, Arbeiten den Vorrang zu geben, bei denen es um die Verkehrssicherheit gehe. 

Bei den Stadtwerken gibt es das Anregungs- und Ereignismanagement (AEM). Jedermann kann sich interaktiv an der Gestaltung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur in der Stadt beteiligen – und dafür den Mängelmelder nutzen: https://www.stadtwerke-leer.de/maengelmelder