Kanalnetz - Ableitung des Abwassers aus dem Stadtgebiet zur Kläranlage | stadtwerke-leer.de

Kanalnetz


Allgemeines

Das in der Stadt Leer anfallende Abwasser wird unterirdisch in einem System von Leitungen und Schächten gesammelt und zur Kläranlage geführt. Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren für die Sammlung des Abwassers:

  • Mischsystem
  • Trennsystem

 

Beim Mischsystem werden Regen-, Schmutz- und Fremdwasser in einer Leitung abgeführt. Vorteil des Mischsystems ist, dass im entwässerten Gebiet nur ein Kanalnetz installiert und betrieben werden muss. Von Nachteil ist, dass die Kapazität der Kläranlage und die Dimension der Kanalisation für ein Bemessungsregenereignis ausgelegt werden muss. Auf Grund der Geländetopographie ist es zudem erforderlich das Abwasser mittels Pumpwerke zur Kläranlage zu leiten, d.h. auch diese Pumpwerke müssen ebenfalls für entsprechende Regenereignisse dimensioniert sein.

 

Beim Trennsystem wird Schmutzwasser einerseits und Regenwasser andererseits in separaten Kanalnetzen gesammelt und abgeleitet. Der Nachteil vom Trennsystem ist, dass jeweils sämtliche Leitungen doppelt installiert und betrieben werden müssen. Der große Vorteil ist, dass die Kläranlage und die Schmutzwasserkanalisation für eine geringere Abwassermenge ausgelegt werden können.

 

Unter dem Gesichtspunkt der Kosten- und Energieoptimierung gewinnt das Trennsystem immer mehr an Bedeutung, da sich der Energieaufwand und die Betriebskosten für die Abwasserbeseitigung reduzieren lassen.

 

 

Im Innenstadtbereich wird das Abwasser über das Mischwassernetz gesammelt und abgeleitet. In den Randgebieten wird das Abwasser über Regenwasser- bzw. Schmutzwasserkanäle gesammelt. Das Schmutzwasser gelangt zur Kläranlage und das Regenwasser wird über Gräben in die Ems bzw. in die Leda abgeleitet.

 

Das von den Stadtwerken zu unterhaltende Kanalnetz hat eine Gesamtlänge von rd. 280 km. Davon entfallen rd. 170 km auf Schmutzwasserleitungen (einschl. Mischwasser) und 110 km auf Regenwasserleitungen. Für den nachhaltigen Umgang mit dem Regenwasser und zum Schutz der Umwelt werden 8 Regenrückhaltebecken betrieben.

 

Die beiden größten Regenrückhaltebecken befinden sich nördlich des Stadtringes im Naherholungsgebiet Hammrich.

 

Neben der Reinigung und Wartung des Kanalnetzes ist eine regelmäßige Überwachung des Zustandes der Kanäle erforderlich.

 

Die Pumpwerke im Stadtgebiet von Leer fördern das Abwasser in Druckrohrleitungen, welche eine Gesamtlänge von rd. 15 km aufweisen. Das Hauptpumpwerk fördert das Abwasser zur Kläranlage. Die Außengebiete wie z.B. Bingum oder Nüttermoor sind über weitere Pumpwerke an das Leeraner Kanalnetz angeschlossen.

 

Der Übergang zwischen der öffentlichen Kanalisation und der privaten Grundstücksentwässerung ist jeweils die Grundstücksgrenze.


Kanalnetzunterhaltung

Die Mitarbeiter der Stadtwerke Leer sind täglich mit modernsten Geräten und Fahrzeugen für die Kanalnetzunterhaltung im Leeraner Stadtgebiet unterwegs. Sie entfernen Schmutzablagerungen und Verstopfungen aus dem Kanalnetz und kontrollieren den baulichen Zustand.

Die Besonderheit des Saug- und Spülfahrzeugs ist, dass das Wasser für die Spülungen im Fahrzeug aufbereitet wird und für weitere Einsätze zur Verfügung steht. Damit wird der Frischwasserverbrauch deutlich reduziert. Das Fahrzeug benötigt nur alle 3 Tage Wasser. Dies entnehmen unsere Mitarbeiter den Nachklärbecken der Kläranlage Leer.


Technische Daten

  • Gesamtlänge der Schmutzwasserkanalisation rd. 110 km
  • Gesamtlänge der Regenwasserkanalisation rd. 110 km
  • Gesamtlänge der Mischwasserkanalisation rd. 60 km
  • Gesamtlänge der Abwasserdruckrohrleitungen rd. 30 km
  • Dimension der Kanalisation von DN 100 bis DN 1800
  • vorhandene Profiltypen:
    • Eiprofil
    • Kreisprofil
    • Rechteckprofil
  • vorhandenes Material:
    • Betonrohr
    • Steinzeugrohr
    • Kunststoffrohr
  • rd. 6.700 Abwasserschächte
  • ein Hauptpumpwerk
  • 38 Schmutzwasserpumpwerke
  • 4 Regenwasserpumpwerke
  • 5 Mischwasserpumpwerke
  • 10 Regenrückhaltebecken

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